IP/09/480 Straßburg, 25. März 2009„Europäischer Frühling 2009“: Einladung an Schülerinnen und Schüler zum Dialog über die Zukunft EuropasAm 25. März fand in Straßburg die Auftaktveranstaltung der Kampagne „Europäischer Frühling 2009“ statt, mit der Schülerinnen und Schüler ermutigt werden sollen, an Veranstaltungen zur Sensibilisierung für europäische Themen mitzuwirken. Margot Wallström, Vizepräsidentin der Kommission, und Katerina Batzeli, Vorsitzende des EP-Ausschusses für Kultur und Bildung, empfingen aus diesem Anlass eine Schülergruppe, die das Europäische Parlament besuchte. Der Startschuss für die Kampagne fiel zu einer Zeit, die bereits im Zeichen der Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni steht. Der „Europäische Frühling“ wird jedes Jahr vom Europäischen Schulnetz organisiert, dem 31 Bildungsministerien in Europa angehören und das von der Europäischen Kommission finanziert wird. Unter dem diesjährigen Motto „Ideen bringen Europa voran!“ knüpft die Kampagne an das Jahr der Kreativität und Innovation an. Schulen in allen Mitgliedstaaten und in weiteren europäischen Ländern – darunter Bosnien-Herzegowina, Norwegen und die Schweiz – führen bis zum 30. Juni unterschiedliche Aktivitäten durch. So werden Gastredner zu Diskussionen über Europa eingeladen, und Online-Gespräche mit EU-Kommissaren und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind ebenso geplant wie Debatten, Wettbewerbe und andere Projekte, mit denen auf europäische Themen aufmerksam gemacht werden soll. Die Jugendlichen sind aufgerufen, sich an einem Dialog über die Zukunft der Demokratie in Europa zu beteiligen. „Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, das Bewusstsein der jungen Menschen für die Bedeutung der EU und ihres Parlaments zu schärfen. Als künftige Wähler müssen sie sich jetzt Gehör verschaffen, wenn es um ihre Belange geht“, erklärte Margot Wallström. „Den Bürgerinnen und Bürgern und vor allem der jüngsten Generation, den Studierenden, Europa näher zu bringen, ist nicht nur eine Priorität der EU, sondern ein ganz wichtiger Baustein der Agenda für die Zukunft Europas“, befand Katerina Batzeli. „Der Europäische Frühling informiert Lehrer und Schüler über ihr Recht auf die Teilnahme am demokratischen Leben in der Union, er bezieht sie ein und ermutigt sie zum Mitmachen.“ „Wir sind gespannt, mit welcher Fülle an Innovationen und Kreativität die jungen Menschen die künftige Gestalt Europas formen werden“, freute sich Ján Figel’, der für allgemeine und berufliche Bildung zuständige EU-Kommissar. Er hat bereits Erfahrung in Online-Gesprächen mit Schulen. „In jedem Jahr nehmen Tausende junger Europäer an den europäischen Programmen teil, die speziell für sie aufgelegt wurden. Zugang zu guter Information über Europa und Möglichkeiten zur Diskussion über unsere Zukunft sind ein wichtiges staatsbürgerliches Training.“ Im „Europäischen Frühling“ der letzten Jahre ging es um den interkulturellen Dialog, um Debatten über unsere Zukunft und um die Erweiterung der Europäischen Union. Mehr als 4000 Schulen haben sich bisher zur Teilnahme an den Veranstaltungen angemeldet; Zuschüsse dazu können über folgende Projektwebsite in 23 Sprachen beantragt werden: www.springday2009.net Wer in einer Schule einen Gastvortrag halten möchte, kann sein Interesse hier anmelden: http://www.springday2009.net/ww/de/pub/spring2009/misc/back_to_school_apps.cfmAuf der Liste der Gastredner stehen bereits über 30 Mitglieder des Europäischen Parlaments, drei EU-Kommissare und mehrere Vertreter nationaler und regionaler Behörden sowie Hochschulprofessoren, Sachverständige und ehemalige Teilnehmer am Erasmus-Programm.