IP/09/593 Brüssel 20. April 2009Dialog-Plattform: „Europäische Integrationsforum“ und interaktive „Europäische Webseite für Integration“: zwei neue Instrumente für eine funktionierende IntegrationHeute stellt die Kommission zwei neue Instrumente zur Integration der in der Europäischen Union lebenden Drittstaatsangehörigen vor: Das Europäische Integrationsforum, das in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss organisiert wird und in dem sich EU-Institutionen, interessierte Kreise und Organisationen der Zivilgesellschaft über Integrationsfragen austauschen können, sowie die Europäische Webseite für Integration, auf der in Kürze qualitativ hochwertige Informationen aus ganz Europa per Mausklick abrufbar sein werden und die zur Bildung einer Online-Gemeinschaft der Akteure der Integrationsarbeit beiträgt. Vizepräsident Barrot, der für das Ressort Justiz, Freiheit und Sicherheit zuständig ist, erklärte dazu: „Aus meiner Sicht kann Integrationspolitik nur erfolgreich sein, wenn wir gemeinsam Überlegungen anstellen. Deshalb ist es mir eine besondere Freude, dass wir anlässlich der Eröffnungssitzung des Europäischen Integrationsforums und des Starts der Europäische Webseite für Integration alle im Bereich der Integration tätigen Akteure und Organisationen an einen Tisch bringen können. Das Forum bildet eine „konkrete“ Plattform für den Dialog über anstehende Herausforderungen und künftige Prioritäten der Integrationspolitik. Die Webseite fungiert als „virtuelle“ Plattform für alle, die sich für Migranten engagieren. Es handelt sich um ein echtes interaktives Instrument, über das bewährte Verfahren ausgetaucht, Finanzierungsmöglichkeiten erkundet und Projektpartner gefunden werden können. Mithilfe der Webseite wird eine neue Online-Gemeinschaft all jener entstehen, die im Integrationsbereich tätig sind.“ Mario Sepi, der Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, bemerkte Folgendes: „Integration ist ein langwieriger Prozess, der mitunter durch Verzögerungen, Rückschläge und Widerstände geprägt wird, aber bei dem es auch greifbare Fortschritte gibt. Der Integrationsprozess verläuft zweigleisig, er basiert auf den Rechten und Pflichten der Migranten und der Aufnahmegesellschaft. Deshalb haben wir uns stets für eine echte, partizipatorische Integrationspolitik eingesetzt; nicht zuletzt unser Dialog mit der Zivilgesellschaft hat deutlich gezeigt, welch hohe Erwartungen in dieser Hinsicht bestehen. Es ist kein Zufall, dass in allen unseren Stellungnahmen keine Spur von Fremdenfeindlichkeit zu finden ist; unser Programm für Europa: ‚Vorschläge der Zivilgesellschaft’ ist ein klarer Beweis dafür.“ Europäisches Integrationsforum: eine Plattform für den Dialog über Integrationsfragen Das Europäische Integrationsforum wird Vertretern von Organisationen der Zivilgesellschaft Gelegenheit bieten, sich zu Integrationsfragen äußern, insbesondere in Zusammenhang mit der gemeinsamen Integrationsagenda. Gleichzeitig ermöglicht es das Forum den europäischen Institutionen, in diesem Bereich eine pro-aktive Rolle zu übernehmen., In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss wird das Forum als neue Plattform für den Dialog über Integrationsbelange ein wichtiges Gremium sein, um gemeinsam mit Vertretern der europäischen Institutionen anstehende Herausforderungen und künftige Prioritäten zu erörtern. In der heutigen Eröffnungssitzung wird nicht nur diskutiert, wie das Forum zur Ausarbeitung der künftigen Integrationsagenda der EU beitragen kann, sondern es werden auch einschlägige Themen angesprochen wie die Auswirkungen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise auf die Integration von Migranten. An dem Forum teilnehmen werden Organisationen der Zivilgesellschaft, die sich auf europäischer Ebene mit der Integrationsproblematik befassen, einschließlich der Sozialpartner, und die europäischen Institutionen. Auch nationale Integrationsplattformen werden gemeinsam mit Vertretern des Netzes der nationalen Kontaktstellen für Integrationsfragen präsent sein. Die Europäische Webseite für Integration: Informationen per Mausklick Anlässlich des Forums wird auch die Europäische Webseite für Integration offiziell an den Start gehen (www.integration.eu). Die Europäische Webseite für Integration soll zur Förderung der Integrationspolitik und –praxis beitragen, indem erfolgreiche Strategien verbreitet werden und EU-weit die Zusammenarbeit zwischen Beteiligten und Organisationen der Zivilgesellschaft unterstützt wird. Auf der allgemein zugänglichen Webseite können Besucher bewährte Ansätze austauschen, neue Finanzierungsmöglichkeiten erkunden und nach Projektpartnern suchen, sich über aktuelle Entwicklungen in der EU, auf nationaler und lokaler Ebene informieren und den Kontakt zu anderen halten, die sich in der EU für Integrationsbelange einsetzen. Als Brücke zwischen politischen Entscheidungsträgern und Praktikern wird die Europäische Webseite für Integration per Mausklick qualitativ hochwertige Informationen aus ganz Europa bieten und zur Vernetzung der Akteure der Integrationsarbeit beitragen. Auf der Webseite (www.integration.eu) ist Folgendes zu finden:Sammlung innovativer, erfolgreicher Integrationskonzepte, die übersichtlich und vergleichbar präsentiert werden; Gemeinschaftsinstrumente, die bei der Suche nach einem Projektpartner helfen und die Vernetzung und Entwicklung gemeinsamer Projekte unterstützen; Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten; Umfangreiche Dokumentation, bestehend aus Berichten, Strategiepapieren, Rechtsvorschriften und Folgenabschhätzungen; Diskussionsforen; Länderspezifische Informationsblätter mit neuesten Informationen zu Rechtsvorschriften und politischen Programmen; Webablage mit Links zu externen Websites; Regelmäßig aktualisierte Informationen und ein