IP/09/910 Brüssel, 12. Juni 2009 Sensibilisierung durch Worte: EU‑Journalistenwettbewerb zum Thema Diskriminierung und Vielfalt 15 % der Europäer sind der Ansicht, schon einmal diskriminiert worden zu sein – ein guter Grund für die Europäische Kommission, zum sechsten Mal in Folge den Journalistenwettbewerb „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“ durchzuführen. Teilnehmen können sowohl Print‑ als auch Online‑Journalisten. Mit dem Preis ausgezeichnet werden Journalisten, die in ihren Artikeln die Vorzüge der Vielfalt verdeutlichen und gegen die Diskriminierung (aufgrund der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, der Rasse oder der ethnischen Herkunft) anschreiben. Dieses Jahr ist eine Sonderkategorie für Artikel vorgesehen, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Armut und Diskriminierung auseinandersetzen. „Diskriminierung ist eine Verschwendung von Talent und eine Verweigerung von Grundrechten“, so Vladimír Špidla, EU‑Kommissionsmitglied für Chancengleichheit. „Wir dürfen jetzt in unseren Bemühungen nicht nachlassen, gegen dieses Übel vorzugehen. Gerade jetzt brauchen wir alle Humanressourcen, um die Wirtschaftskrise zu überwinden und die europäische Wirtschaft wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Mit dem Preis, der in diesem Jahr zum sechsten Mal zur Würdigung journalistischer Talente in Europa vergeben wird, soll auf das Gleichbehandlungsrecht aufmerksam gemacht werden.“ Der Wettbewerb richtet sich an Journalisten in der EU, die durch ihre Arbeit dazu beitragen, die Vorzüge der Vielfalt zu verdeutlichen und Diskriminierung zu bekämpfen. Er ist Teil der Kommunikationskampagne der Europäischen Kommission „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“, die die Vielfalt fördern und besser über Diskriminierungsvorschriften in ganz Europa informieren will. Der Wettbewerb wird gemeinsam mit dem Europäischen Journalistenverband, der Europäischen Jugendpresse und dem Europäischen Journalistenzentrum organisiert. Die letztjährigen Gewinner kamen von „Le Monde“ aus Frankreich und der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten. In der kürzlich veröffentlichten Studie Media4Diversity wurde der Journalistenpreis als gutes Beispiel aus der Praxis bezeichnet, das zeigt, wie mächtig Anreize aus der Politik – Initiativen und begleitende Finanzierungsmaßnahmen – sein können. Teilnahmeberechtigt sind Artikel, die zwischen dem 30. November 2008 und dem 31. August 2009 in Print‑ oder Online‑Medien in der EU veröffentlicht wurden. Beiträge können auf folgender Website eingereicht werden: http://journalistaward.stop-discrimination.info . Nach Einsendeschluss werden in allen 27 EU-Mitgliedstaaten nationale Jurys zusammenkommen und den jeweils besten Artikel auswählen. Anschließend wird eine europäische Jury die drei besten Artikel und den Preisträger des Europäischen Journalistenpreises aus den 27 nationalen Gewinnern auswählen. Der Preisträger des 1. Preises erhält 4500 EUR, der Zweit‑ und Drittplatzierte jeweils 3000 EUR bzw. 2000 EUR. Wie in den vergangenen Jahren wird auch ein Sonderpreis vergeben. Dieses Jahr werden angesichts des bevorstehenden Europäischen Jahres 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung Artikel ausgezeichnet, die sich mit Diskriminierung und Armut auseinandersetzen. Um für diesen Sonderpreis in Frage zu kommen, müssen die Artikel sich damit befassen, wie Diskriminierung (aufgrund der Rasse oder der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung) zu Armut führen oder wie Armut Diskriminierung zur Folge haben kann. Der Sonderpreis ist mit 2500 EUR dotiert. Die Europäische Kommission ist entschlossen, Diskriminierung in jeder Form zu beseitigen. Der Journalistenpreis gehört zu den EU-Initiativen, mit denen ein Wandel der Einstellungen und Verhaltensweisen gefördert werden soll. Weitere Informationen http://journalistaward.stop-discrimination.info http://www.stop-discrimination.info/2182.0.html Special Eurobarometer 296 : Discrimination in the European Union – Perceptions, Experiences and attitudes