IP/09/ 1315 Brüssel, 15. September 2009 Übersetzen: Kommission gibt Startschuss für die Vernetzung europäischer Masterstudiengänge Die Kommission veröffentlicht heute die Liste der Studiengänge, die – nach einem entsprechenden Bewerbungsaufruf im März dieses Jahres – in das EMT-Netz aufgenommen werden (EMT steht für European Master’s in Translation). Diese Initiative der Kommission hat in Hochschulkreisen viel Zuspruch erfahren. Bewerbungen gab es aus 24 Mitgliedstaaten und drei Nicht-EU-Ländern für insgesamt 93 Masterstudiengänge, von denen nun 34 in das EMT-Netz aufgenommen worden sind, zunächst einmal für vier Jahre. Im Jahr 2010 soll ein weiterer Aufruf folgen. Das Netz wird zum Austausch bewährter Verfahren unter den beteiligten Hochschulen und somit länger­fristig zur Anhebung des Ausbildungsniveaus und zur Ent­stehung eines echt europäischen Marktes für qualifizierte Übersetzer beitragen. „Um seinen Bedarf an qualifizierten Übersetzerinnen und Übersetzern zu decken, benötigt Europa für alle Sprachen eine hochwertige Universitätsausbildung. Ohne Übersetzer kann mehrsprachige Kommunikation im weiteren Sinne nicht gedeihen“, sagte Leonard Orban, EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit. „Das EMT-Netz wird zu einem höheren Niveau in der Übersetzerausbildung in der EU beitragen und die Zu­sammenarbeit der Hochschulen fördern, die entsprechende Studiengänge anbieten.“ Um eine Aufnahme in das EMT-Netz konnten sich alle Hochschulen in der EU mit einem Masterstudiengang „Übersetzen“ bewerben. Der Aufruf wurde letzten März veröffentlicht; Bewerbungsschluss war der 31. Mai. Alle eingereichten Unterlagen wurden von einer Gruppe von Hochschullehrern geprüft. Die Mitgliedschaft ist zunächst auf vier Jahre befristet; in dieser Zeit dürfen sich die erfolgreichen Studiengänge als „Mitglieder des EMT-Netzes“ bezeichnen. Ein zweiter Bewer­bungsaufruf ist für Ende 2010 geplant. EMT soll zu einem Qualitätssiegel für Hochschulstudiengänge im Fach Übersetzen werden. Das EMT-Projekt begann 2005 auf Initiative der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission und ist seitdem in enger Zusammenarbeit mit aner­kannten Übersetzungsexperten aus dem Hochschulbereich entwickelt worden. Zur ersten Sitzung des EMT-Netzes im Dezember sind sämtliche Bewerber (auch die nicht erfolgreichen) nach Brüssel eingeladen; auf diese Weise soll der Austausch von Erfahrungen und Lehrmethoden gefördert werden. Die Veranstaltung wird zugleich die Auftaktsitzung des Netzes sein. Die Liste der erfolgreichen Übersetzungsstudiengänge ist abrufbar unter: http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/network/index_de.htm . Weitere Einzelheiten zum EMT-Projekt finden Sie hier: http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/index_de.htm