IP/09/ 1356 Brüssel, 25. September 2009 25. September: Wissenschaft hautnah bei der „Europäischen Nacht der Forschung“ in 200 Städten und 30 Ländern Bei der 5. Europäischen Nacht der Forschung präsentieren 200 Städte in ganz Europa auf verschiedene Weise, aber durch ein gemeinsames Motto vereint, Wissenschaft zum Anfassen: Theatervorstellungen in Lissabon, Sportwettbewerbe in Brüssel, eine gemeinsame Wandmalerei in Mailand… Zur gleichen Zeit richten sich in anderen europäischen Städten alle Blicke zum Himmel, um die Sterne zu beobachten. Heute Abend haben Menschen in 30 europäischen Ländern die Möglichkeit, Forschern zu begegnen, an wissenschaftlichen Experimenten teilzunehmen, moderne Forschungsausrüstung zu bedienen, Verbindungen zwischen Wissenschaft und Kunst herzustellen und zu erforschen, wo die Grenzen unseres Wissens derzeit liegen. Einen Abend lang kann so jeder selbst zum Wissenschaftler werden. Die Nacht der Forschung, die 2005 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde, bietet dieses Jahr nun schon zum fünften Mal eine einzigartige Gelegenheit, mit Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen und sich vom Zauber und der Schönheit der Wissenschaften begeistern zu lassen. Zudem können die Teilnehmer mehr über herausragende wissenschaftliche Forschungsprojekte in Europa erfahren und sich über die Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Karriere informieren. Dazu einige Beispiele aus dem Veranstaltungsprogramm: Rallye-Star Henri Pescarolo und Kim Gevaert fordern einheimische Wissenschaftler in Redu-Transinne (Belgien) zu sportlichen Wettkämpfen heraus. In Frascati (Italien) erforschen Kinder, Studenten, Wissenschaftler und Musiker in einem Wettstreit musikalische Klänge. In Großbritannien strahlt TNS Durham ein Radioprogramm zur Nacht der Forschung aus und fordert die Zuhörer auf, wissenschaftliche Experimente in der Küche durchzuführen. Gleichzeitig zeigt das Hamburger Planetarium eine Show zum Klimawandel. Auf dem Zürichsee in der Schweiz können Mitglieder der Öffentlichkeit mit Forschern sogar eine Segeltour unternehmen. Die Liste ist so lang, dass das gesamte Programm hier nicht vollständig aufgeführt werden kann. Die Initiative hat sich im Laufe der Jahre im Hinblick auf die Teilnehmerzahlen zu einem großen Erfolg entwickelt. Im Jahr 2005 weckte sie das Interesse von 20 000 Europäern in 15 Ländern; im letzten Jahr dann war die Zahl bereits auf 320 000 Menschen in 28 Ländern innerhalb und außerhalb der EU angewachsen. Hintergrund Die Nacht der Forschung wird von der Europäischen Union im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms ( RP7 , Thema „Menschen“) mitfinanziert. Die Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen werden von der „Exekutivagentur für die Forschung“, einer neuen Exekutivagentur der EU, verwaltet. Das vorläufige Budget für die Nacht der Forschung beläuft sich 2009 auf insgesamt 3 Mio. EUR. Mit den Marie-Curie-Maßnahmen unterstützt die Europäische Union europäische Forscher und Forscherinnen im Zuge des 7. Rahmenprogramms zudem dabei, ihr Potenzial zu entfalten und einen produktiven Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung im Interesse der gesamten Gesellschaft zu leisten. Links: Programm der „Nacht der Forschung“: http://ec.europa.eu/research/researchersineurope/events/researchersnight09/index_en.htm 7. Forschungsrahmenprogramm: http://ec.europa.eu/research/fp7/index_en.cfm Marie-Curie-Maßnahmen: http://ec.europa.eu/mariecurieactions/