IP/09 /1685 Brüssel, 9. November 2009 Die EU feiert den 20. Jahrestag des Mauerfalls und beteiligt sich an einer Kunstaktion zur Veranschaulichung des Dominoeffekts Die Präsidenten der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments, Staats- und Regierungschefs sowie hunderttausende Bürger feiern heute gemeinsam den 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Dieses Ereignis war einmalig in der jüngeren Geschichte Europas und zugleich ein Meilenstein für den europäischen Integrationsprozess. Kommissionspräsident Barroso, der am offiziellen „Fest der Freiheit“ teilnimmt, das heute vor dem Brandenburger Tor stattfindet, erklärte: „Der Fall der Berliner Mauer steht nicht nur für den Zusammenbruch des Totalitarismus in Mittel- und Osteuropa, sondern ist auch ein beeindruckendes Symbol für die Wiedervereinigung Deutschlands und ganz Europas. Der 9. November 1989 war ein Tag, an dem alles möglich schien; er war gekennzeichnet von Freude, Freiheitswillen und dem Streben nach einer friedlichen Revolution. Ein wirklich historischer Tag, der mich in vieler Hinsicht an die portugiesische Revolution im Jahr 1974 erinnerte, die ich im Alter von 18 Jahren erlebte.“ „Das Jahr 1989 hat Europa verwandelt, und der Fall der Berliner Mauer war einer der symbolträchtigsten Momente unserer Zeit", ergänzt Margot Wallström, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und für interinstitutionelle Beziehungen und Kommunikation zuständiges Kommissionsmitglied. Unter dem Motto „Europa – geeint und frei“ hat die Europäische Kommission mehrere Aktionen und Veranstaltungen auf nationaler und europäischer Ebene organisiert, um der Öffnung des Eisernen Vorhangs zu gedenken. Hunderttausende von Bürgern werden heute Abend in Berlin an den Feierlichkeiten zum Mauerfall teilnehmen. Einer von ihnen wird Kommissionspräsident José Manuel Barroso sein, der auch eine kurze Ansprache halten wird. Das Herzstück dieses „Fests der Freiheit“ ist eine besondere Kunstaktion, die den Dominoeffekt der Ereignisse des Jahres 1989 veranschaulicht. Die Stadt Berlin hat dieses Projekt gemeinsam mit der Generaldirektion Kommunikation und der Vertretung der Kommission in Berlin organisiert: Auf einer Länge von über 1,2 km entlang der früheren Grenze vom Checkpoint Charlie bis zum Reichstagsgebäude werden 1000 riesige Dominosteine fallen – genau wie vor 20 Jahren die Berliner Mauer. Die symbolischen Dominosteine wurden in den verschiedensten Ländern auf der ganzen Welt gestaltet – meist von Schülerinnen und Schülern, aber auch von einigen Persönlichkeiten wie Kommissionspräsident Barroso und dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek, die auch zu denjenigen gehören werden, die die Steine anstoßen. Weitere Informationen: www.europa1989-2009.eu http://www.mauerfall09.de/de/start.html